Tuija Komi macht neue CD

Tuija Komi macht neue CD

JAZZANGO, Vlad Cojocaru am Akkordeon (MOLDAWIEN) und ich, freuen uns sehr, dass das angesehene
Enja Records in München unser Debüt-Album veröffentlicht:

SATUMAA -Midnight Tango Jazz from Finland

 

Jazzango_01
CD-RELEASE-KONZERTE:
13.5. Beginn 20 Uhr, Bräugasthof Lobisser, A-4830 Hallstatt
14.5. Beginn 11 Uhr, Gasthof zur Post, A-St. Gilgen am Wolfgangsee
18.5. Beginn 20 Uhr, GLEIS 1 Unterschleißheim
19.5. Beginn 18 Uhr, Rathaus Köln, 50 J. Städtepartnerschaft Köln-Turku (DFG, geschlossene Gesellschaft)
28.6. Beginn 20.30 Uhr, Raven in Straubing
8.7.   Beginn 20 Uhr, Stocksee, Schleswig-Holstein Musikfestival https://www.shmf.de/de/Festival
21.7. Beginn 21 Uhr, Jazzclub Unterfahrt München
16.9. Beginn 19 Uhr, „Lange Nacht der Liebe“, Christuskirche in Poing
21.10. Beginn 19.30 Uhr, Marienkirche, Hof -mit 25 Akkordeonisten des Hofer Akkordeonorchesters (DFG)
Weitere Termine folgen noch, siehe www.jazzango.de

Ralf Dombrowski, der angesehene Musikjournalist hat die Liner Notes geschrieben:

Als der Tango nach Finnland kam, ahnte er nicht, dass er dort bleiben würde. Denn eigentlich war er ein Gewächs des Südens, entstanden über die zweite Hälfte des 19.Jahrhunderts hinweg in Argentinien als Mischung aus Musiken afrikanischer Sklaven, vermengt mit einer Prise Habanera und kolonialer Salonmusik. Als die
europäische Tangowelle vor dem Ersten Weltkrieg auch in Helsinki anbrandete, machten sich Komponisten wie Iivari Kainulainen zunächst darüber lustig. Man schrieb Parodien auf die ritualisierte Innerlichkeit und den versteckten Appeal des modischen Paartanzes – und verfiel ihm selbst. Denn mit Tango konnte man schöner leiden, molltraurig mit der Ahnung eines Augenzwinkerns, besonders in Krisenzeiten, wenn die Russen zu nahe kamen, oder auch als Antwort auf den Kulturimperialismus des
Pop, der mit seiner penetrant guten Laune die Melancholie des Nordens gefährdete. So wurde Tango vom Import zum Impuls, beeinflusste seinerseits Jazzmusiker wie
Toivo Kärki, der ihm bittersüße Hymnen schrieb, die wiederum von heimischen Gesangsstars wie M.A. Numminen mit Inbrunst und ein wenig Ironie zu Säulen der
Klangkultur stilisiert wurden. Eine Welt für sich.

Und für Tuija Komi. Schließlich darf auch sie ein wenig leiden, mit einem Lachen im Gesicht. Denn Komi lebt inzwischen fern der Heimat, umgeben von Bayern, einem Menschenschlag, dem Melancholie so fremd ist wie ein Tofu-Burger. Der Tango ist ein Weg, sich zu erinnern und zugleich eine Menge Spaß mit den Klischees zu haben,
die ihn als Nationalmusik des Nordens umgeben. Wirklich finnisch ist nur ein Teil der Lieder, dafür dürfen sich Melodien von Argentiniern wie Astor Piazzolla oder Carlos Gardel, von Nordamerikanern wie Henri Mancini und Stevie Wonder, ja sogar ein Tango von Josef Rixner und ein Bossa-Klassiker aus der Jobim-Schmiede in das
Programm Satumaa („Märchenland“) schleichen. Tuija Komi singt die Songs mit samtenem Timbre und betörender Präsenz. Sie lässt sie wachsen und turteln, das Ohr umgarnen, die Stimmung umranken. Dabei steht ihr mit Vladislav Cojocaru ein erfahrener Akkordeonist zur Seite, der das Changieren zwischen den Ebenen von Ernst und Unterhaltung beherrscht. Geboren in Moldavien nimmt er aus der Tradition Südosteuropas einen Portion Temperament mit in die Musik, und mischt sie voll Witz und Präzision mit den Tangogefühlen. die in den Liedern schlummern. So entsteht ein Duo, dem er gelingt, im Dienste des Tangos so viel Ernst wie nötig mit so viel Freude wie möglich zu verbinden.
-Ralf Dombrowski

Reinhören kannst Du auf unserer Seite: www.jazzango.de

 

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.